Gesundheitsprävention – Was kann ich dafür tun

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Vorbeugen ist besser als Heilen – was der Volksmund schon lange weiß, wurde in den letzten Jahren zunehmend Thema in der Gesundheits- und Sozialpolitik. Ob Krankenkassen mit Bonusprogrammen, Zusatzausbildungen für Mediziner oder der Entwurf für ein Präventionsgesetz – Prävention nimmt einen immer breiteren Raum in der öffentlichen Gesundheits-Diskussion ein.

Die Lebenserwartung – besonders in den Industrieländern – steigt stetig. Je älter die Menschen werden, desto eher leiden sie an chronischen Erkrankungen. Dazu kommt, dass sich in den letzten Jahrzehnten unser Lebensstil stark geändert hat – einseitige Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen und Alkohol, Stress in Beruf und Alltag sind oft unsere ungesunden Begleiter. Die steigende Zahl chronischer Krankheiten an Herz-Kreislauf, Skelett und Muskeln könnte sich nach Ansicht der Gesundheitssachverständigen mit gezielter Prävention stark vermindern lassen. Das würde zudem die immensen Kosten, die unser Gesundheitssystem zu tragen hat, erheblich verringern. Auch dem vorzeitigen, krankheitsbedingten Ausscheiden von Erwerbstätigen aus dem Berufsleben ließe sich entgegenwirken.

Der Begriff „Prävention“ ist gleichbedeutend mit „Vorbeugung“. Er umfasst alle Vorkehrungen, mit denen sich Krankheiten, Behinderungen, Pflegebedürftigkeit und Unfälle verhindern oder zumindest verzögern lassen. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf spezifischen Risikofaktoren und mitverursachenden Rahmenbedingungen sowie auf den Strategien, diese zu vermeiden. Erreicht werden kann das durch Verhaltensänderung des Einzelnen oder Umgestaltung der ihn umgebenden Bedingungen.

Es gibt verschiedene Einteilungen von Präventionsmaßnahmen. Die wohl gängigste ist die nach dem Zeitpunkt, an dem Prävention stattfindet:

Primäre Prävention: Diese soll schädliche Faktoren ausschalten, bevor sie überhaupt wirksam werden können. Dafür müssen nicht nur schädigende Einflüsse erforscht sein, sondern auch in Aufklärungskampagnen bekannt gemacht werden.

Sekundäre Prävention: Sie soll Krankheiten erkennen, um deren Behandlung in möglichst frühen Stadien zu ermöglichen – ein Beispiel sind die Krebsvorsorgeuntersuchungen.

Tertiäre Prävention: Diese greift bei bereits eingetretener Krankheit und versucht, deren Verschlimmerung, Komplikationen und Folgeerkrankungen zu verhindern. Wichtiges Standbein dabei sind Rehabilitationsmaßnahmen. Das Vermindern von Risikofaktoren gehört genauso zur Prävention wie das Fördern positiver Faktoren, die den Körper gegenüber negativen Einflüssen stärken. Auch eine Steigerung des psychischen und sozialen Wohlbefindens spielt eine große Rolle.

Was kann ich selbst tun, um meine Gesundheit zu erhalten?

Wirkliche Gesundheit bis ins hohe Alter ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von vielen verschiedenen Maßnahmen, die jeder eigenverantwortlich ergreifen kann. Das Ziel ist ein starker, gesunder und rundum zufriedener Organismus, der allen Widrigkeiten trotzen kann.

An erster Stelle steht die richtige Information – nur wenn ich weiß, was gut oder schädlich für mich ist, kann ich etwas daran ändern. Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, er kann Hilfestellung geben und häufig auch weitere Ansprechpartner vermitteln. Ärzte sind auch diejenigen, die für die medizinische Prävention wie Check-ups und Krebsvorsorgeuntersuchungen zuständig sind und bei bereits eingetretener Erkrankung dem Patienten zur Seite stehen. Krankenkassen bieten mittlerweile eine breite Palette an Informationsveranstaltungen und Kursen an. Auch der Staat initiiert viele Projekte und Informationskampagnen – einen guten Überblick bieten die Internetseiten, zum Beispiel die des Bundesministeriums für Gesundheit (www.bundesgesundheitsministerium.de).

Eine Vorbildfunktion haben Eltern für ihre Kinder – was sie ihnen vorleben, prägt entscheidend deren Verhaltensweisen. Ein gesundheitsbewusst gestalteter Alltag mit Bewegung und ausgewogener Ernährung wird genauso selbstverständlich übernommen wie regelmäßiges Zähneputzen und Besuche beim Zahnarzt. Der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen wirkt sich auf den gesamten Organismus aus.

Eine wichtige Rolle kommt der Bewegung zu – gepaart mit Training von Ausdauer, Kraft und Dehnung. Sport kann außerdem die eine oder andere Ernährungssünde wieder wettmachen. Oft fällt es in der Gruppe leichter, einen Anfang zu finden. Viele Vereine, Volkshochschulen, Sportstudios und ähnliche Einrichtungen bieten gesundheitsorientierte Sportprogramme zur Prävention an. Verschieben Sie die Sache nicht auf morgen, sondern beginnen Sie jetzt und heute.

Spezielle Trainingskurse berücksichtigen mögliche Schwächen von Ihnen, zum Beispiel Rückentraining, Herz-Kreislauf-Training, Aqua-Fitness bei Gelenkproblemen und vieles mehr.

Für die Prävention im Berufsalltag sind vor allem Betriebsärzte zuständig. Laut Arbeitssicherheitsgesetz besteht für Unternehmen – in Abhängigkeit von der Art des Betriebes sowie der Anzahl und Zusammensetzung der Beschäftigten – die gesetzliche Verpflichtung, Betriebsärzte zu bestellen. Sie beraten nicht nur den Arbeitgeber in Fragen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung, sondern stehen auch den Beschäftigten für Untersuchungen und Beratungen zur Verfügung. So lässt sich unter ihrer Anleitung zum Beispiel der Arbeitsplatz möglichst gesundheitsfreundlich und ergonomisch gestalten.

Ein maßgeblicher Baustein für die Gesundheit ist die Ernährung. Zwar hat sich dies mittlerweile herumgesprochen, dennoch mangelt es hier immer noch erheblich. Eine optimale Ernährung besteht aus einer basenüberschüssigen, vitalstoffreichen und möglichst naturbelassenen Nahrung. Die ideale basische Ernährung setzt sich zusammen aus den Lebensmittelgruppen: Gemüse, Salate und Kräuter, grüne Smoothies, Früchte, Nüsse, Mandeln und Samen, naturbelassene Öle, Brot aus Keimlingen, Hirse, Quinoa, Buchweizen oder Teigwaren daraus.

Auf industriell stark verarbeitete Nahrungsmittel (Fertigprodukte aller Art) sollte man verzichten und am besten seine Mahlzeiten selbst und aus frischen Zutaten zubereiten. Wenn man aus Zeitmangel zu Fertigprodukten greift, dann zu jenen aus dem Bio-Fachhandel, denn nur sie sind aus Bio-Produkten hergestellt und frei von Gentechnik und Lebensmittel-zusatzstoffen.

Optimal ist es, täglich 2,5 bis 3 Liter kohlensäurefreies Quellwasser zu trinken. Chronische Krankheiten bessern sich oft, wenn die tägliche Wasserzufuhr drastisch erhöht wird. Prüfen Sie auch, ob Sie ein gut filterndes Wassersystem für Ihr Trinkwasser benutzen.

Grüne Drinks sind supergesund, denn sie enthalten viel Chlorophyll, der grüne Farbstoff der Pflanzen. Chlorophyll verbessert die Qualität unseres Blutes und hat heilende Eigenschaften. Antioxidantien und Vitalstoffe sind die Waffen unseres Immunsystems. Achten Sie auf eine Antioxidantien- und vitalstoffreiche Ernährung.

Über eine gesunde Ernährung können Sie sich umfangreich informieren, im Internet (zum Beispiel beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) aber auch im Buchhandel und bei Beratungsstellen.

Viele Körperpflegeprodukte (Zahncreme, Duschgels, Körperlotionen, Shampoos, Gesichtspflegeprodukte, Deos etc.) enthalten synthetische Konservierungsmittel, Emulgatoren und Duftstoffe, die den Organismus mit zusätzlichen Säuren und Giften belasten. Es gibt natürliche und basische Körper- und Gesichtspflegeprodukte, die außerdem aufgrund ihres hohen pH-Wertes für eine zusätzliche Säureentschlackung sorgen.

Stress wirkt sich auf die Psyche genauso aus wie auf die Befindlichkeit des Körpers und kann ebenfalls Krankheiten verursachen. Nutzen Sie Angebote Ihrer Krankenkasse oder Ihres Arbeitgebers oder informieren Sie sich selbst über Stressbewältigungstechniken, die Stressreaktionen dämpfen oder erst gar nicht entstehen lassen. Beispiele sind: Autogenes Training, Biofeedback, Neurofeedback und Mindmachine, Feldenkrais-Methode, Progressive Muskelrelaxation (PMR), achtsamkeitsbasierte Stressreduktion und Meditation. Auch westlich angepasste Methoden aus Indien, China oder Japan, wie Qigong, Yoga oder Reiki können angewandt werden. Durch körperliche Betätigung kann Stress ebenfalls schneller vom Körper abgebaut werden. Studien haben gezeigt, dass nur fünf Minuten Bewegung in grüner Umgebung die Laune bessern und Stress lindern.

Gesundheitsprävention macht Spaß, vor allem, wenn sich das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Ausstrahlung merklich verbessern und sich gleichzeitig kleinere Gesundheitsprobleme in Luft auflösen. Gehen Sie Schritt für Schritt vor. Beobachten Sie, was geschieht und wie Sie sich fühlen, wenn Sie dies oder jenes in Ihrem Leben ändern.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben!



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