Faszination Tauchsport

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Eintauchen in faszinierende Unterwasserwelten. Tauchsport ist sehr beliebt und zieht viele in seinen Bann. Viele Reiseanbieter locken mit attraktiven Kombi-Angeboten – Entspannung und Tauchaction garantiert. Was sollte beim Einstieg beachtet werden, welche Regionen sind besonders geeignet und wie kann man auch hierzulande das Tauchen lernen?

Zunächst muss darauf hingewiesen werden, dass Tauchen ein Risikosport ist. Daher sind ein Höchstmaß an Sicherheitsvorkehrungen, die richtige Ausrüstung und eine gute Portion Konzentration notwendige Bedingungen. Wer die Regeln beachtet, wird unter Wasser faszinierende und unvergessliche Augenblicke erleben. Als Grundbedingungen sollten Herz-/Kreislauferkrankungen ausgeschlossen und die allgemeine körperliche Fitness gut ausgeprägt sein. Häufig bieten Allgemeinmediziner Tauglichkeitsprüfungen an, um die gesundheitlichen Voraussetzungen zu checken und bei guter Eignung grünes Licht zu geben.

Ein Tauchkurs sollte als Basis immer durchgeführt werden. Dieser wird in vielen Tauchregionen weltweit angeboten, aber oft auch in der Nähe. Tauchvereine bieten Schulungen und Kurse, vom Schnuppertag bis zum professionellen Rettungstaucher. Wer künftig einen Urlaub für Tauchausflüge nutzen möchte, sollte sich zum „Open Water Diver“ ausbilden lassen. Neben rund drei Abenden Theorieunterricht wird dann die Praxis im Schwimmbad vermittelt. Hinzu kommen einige Freiwassertauchgänge innahe gelegenem Gewässer. Die Preise für das gesamte Paket, inklusive Leihausrüstung, kann man erfragen, enthalten ist natürlich auch der „Brevet“ – der internationale Tauchausweis.

Wer sich eine eigene Ausrüstung zulegen möchte, muss mit Kosten ab ca. 1.200 Euro rechnen. Wem das zu kostenintensiv ist, der kann auf die Leihausrüstungen zurückgreifen, die professionelle Anbieter und auch Tauchschulen in den Urlaubsregionen zur Verfügung stellen. Welches Equipment ist für den Unterwassersport nötig?

Die Grundausrüstung im Überblick:

ABC-Ausrüstung: Maske, Schnorchel und Flossen sind die Grundausstattung für jeden Taucher. Ein Tauchanzug aus Neopren schützt vor allem vor Kälte und Auskühlung und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Instrumente wie Uhr, Kompass, Finimeter, Tauchcomputer und Tiefenmesser sind wichtige Helfer. Dazu kommt ein Jacket, eine spezielle Weste zum Halten einer bestimmten Tiefe, sowie die Pressluftflasche für die Atmung unter Wasser, außerdem ein Bleigurt mit Gewichten, um den Auftrieb des Tauchanzugs auszugleichen. Tauchermesser und Lampe sind in unerwarteten Situationen oft Lebensretter. Atemregler und Ventile dienen der konstanten Versorgung mit Atemluft in jeder Tiefe und unter allen Bedingungen.

Hier 10 Traumziele für Anfänger:

Atemberaubende Unterwasserwelten entdecken. Mit dem Schnuppertauchen fängt’s bei vielen Neulingen an – häufig der Einstieg in eine spannende Zeit mit Kursen, Specialties und Abenteuern. Hier gelingt der Einstieg am besten:

Malediven
Warm, sonnig, bunt – für Tauchanfänger kann es kaum schöner sein. Für Einsteiger eignet sich am besten eine Insel mit Hausriff. Von hier aus kann man mit seinem Buddy bequem über den Strand ins seichte Wasser gehen. Wer schon routinierter ist, startet mit den Guides zu seinen ersten Strömungstauchgängen. Ein toller Spaß, der bei guten Bedingungen mit Grauen Riff- und Weißspitzenriffhaien sowie Adlerrochen seinen Höhepunkt findet.
Tipp: Ein 3-mm-Anzug ist ideal. Beste Reisezeit: Januar bis April

Karibik – Bonaire
Tauchen rund um die Uhr? Das geht am lässigsten auf Bonaire: einfach Flaschen und Ausrüstung auf den Pick-up packen und einen der vielen Spots ansteuern. Tauchplatzkarten erhält man überall gratis und so können die Buddy-Teams die Plätze auf eigene Faust erkunden – die Tauchbedingungen sind an den meisten Spots easy.
Tipp: Bei 27 Grad Wassertemperatur reicht ein 3-mm-Anzug. Boots mit fester Sohle benutzen.Beste Reisezeit: Ganzjährig.

Spanien – Costa Brava
Die Küste der Costa Brava ist für Taucheinsteiger ideal, da es hier ruhige und geschützte Buchten gibt. Seepferdchen, Oktopusse, bunte Fische – schon in flachen Bereichen kann man viel entdecken. Und wer schon etwas mehr Routine im Tauchen hat, kann die wunderschönen Gorgonien-Riffe an den Steilwänden in etwas größerer Tiefe bestaunen. An der spanischen Küste gibt es etliche deutschsprachige Basen.
Tipp: Mit einem 7-mm-Anzug ist man bestens ausgerüstet. Beste Reisezeit: Im Spätsommer ist es nicht mehr so voll und das Meer noch schön warm.

Kroatien
Die abwechslungsreiche Mittelmeer-Unterwasserwelt mit vielen Höhlen, Korallen und einigen der spannendsten Wracks der Mittelmeerregion ist ideal für alle, die unter Wasser Abenteuer erleben wollen. Die moderaten, mediterranen Bedingungen eignen sich bestens für erste, vorsichtige Tauchgänge. Wer in der Ausbildung einen Schritt weitergehen möchte, findet hier eine gigantische Auswahl an Möglichkeiten im Wrack-, Höhlen- und Tieftauchen. Für Anfänger gibt es vor allem in Istrien viele Buchten, die Landeinstiege ermög-lichen, und die Kvarner Bucht sowie die dalmatinische Inselwelt locken mit interessanten Steilwänden, Höhlen und Wracks.
Tipp: Wer viel tauchen möchte, sollte als Kälteschutz Kopfhaube und Handschuhe mitnehmen. Beste Reisezeit: Sommer bis Herbst.

Jordanien – Aqaba
Jordaniens Küste bietet rund 15 Kilometer Länge zum Tauchen. Das ist toll für Anfänger, denn alle Plätze sind von Land (alternativ auch per Boot) erreichbar, das wundervolle Wrack der „Cedar Pride“ inklusive. Es liegt nur 150 Meter vom Strand entfernt und die Aufbauten beginnen in zwölf Metern Tiefe. Bis auf wenige Stellen präsentiert sich das Saumriff in Jordanien als sanft abfallende Ebene. Es gibt viele Seegraswiesen, durch die gelegentlich Muränen schwimmen, und wunderschöne Korallengärten. Hier tummeln sich Rotfeuerfische, Glasbarsche, Beilbauch-, Stein- und Teufelsfische.
Tipp: In Tala Bay gibt es zwei deutsche Tauchbasen: Extra Divers im Radisson Blu und Sinai Divers im Mövenpick. Beste Reisezeit: April bis November.

Türkei
Gastfreundliche Menschen und glasklares Wasser – so macht Tauchenlernen Spaß! Die mediterrane Unterwasserlandschaft ist vielerorts abwechslungsreich und entlang der Südküste mit historischen und jüngeren Wracks, Amphoren, Korallen und vielen Höhlensystemen gesegnet. Die Meeresfauna ist gerade im östlichen Mittelmeer recht vielfältig, da alleine knapp 200 Arten aus dem Roten Meer eingewandert sind. Mit etwas Glück lässt sich auch hier und da eine Schildkröte blicken!
Tipp: Mit einem 5- bis 7-mm-Anzug mit Kopfhaube ist man gut ausgerüstet. Beste Reisezeit: Spätsommer.

Philippinen
7107 völlig verschiedene Inseln – so mannigfaltig sind auch die Tauchgründe. Perfekt zum Ausprobieren! Zahlreiche internationale Tauchschulen säumen die Küsten. In den beeindruckenden Korallengärten wimmelt es: Gehen Sie auf die Suche nach den farbenfrohesten Makrotierchen! Auch Schildkröten und Seeschlagen leben in den Riffen. Jährlich ziehen Walhaie vorbei.
Tipp: Auf Südleyte und Apo Island locken wundervolle Landtauchgänge. Inselhopping ist auf den Philippinen Trumpf! Beste Reisezeit: November bis Mai.

Ägypten – rotes Meer
Kaum ein anderes Meer ist so hervorragend geeignet, um seine ersten Erfahrungen beim Tauchen zu sammeln. In dem warmen Wasser mit besten Sichtweiten kann man sich Schritt für Schritt steigern und sich in einer der vielen Top-Tauchbasen weiterbilden. Getaucht wird an prächtigen Korallenriffen, die aus Hart- und Weichkorallen bestehen. Wie pulsierende Wolken hüllen Fahnenbarsche die äußeren Riffstrukturen ein, durchs Korallengeäst schlängeln sich Muränen, Schildkröten sowie Napoleonlippfische und im Blauwasser lassen sich Makrelen und mit Glück Delphine und Haie blicken. Um alle Lebewesen zu entdecken, lohnt es sich, sich am Riff etwas Zeit zu lassen. Schöne Hotels und gute Dive-Center findet man in allen Touristenorten – vom Sinai über Hurghada und El Quseir bis nach Marsa Alam im Süden.
Tipp: Wer empfindliche Ohren hat, sollte Mütze oder Stirnband als Windschutz mitnehmen. Boots gehören außerdem ins Tauchgepäck. Beste Reisezeit: Ganzjahresziel.

Portugal – Madeira
Das Tauchen in Madeiras Meeresschutzgebiet, dem Garajao-Nationalpark, bietet Einsteigern beeindruckende Unterwassererlebnisse. Stationär sind die großen Zackenbarsche in unmittelbarer Nähe des vorgegebenen Ankerplatzes im Meerespark. Schon in flacheren Bereichen kann man Muränen, Anemonen und Garnelen sehen und Grotten erkunden. Mit Glück sieht man auch Mantas – die im August und September hier vorbeisausen.
Tipp: Die Wassertemperatur liegt zwischen 18 und 24 Grad Celsius – ein 5- bis 7-mm-Anzug muss mit. Beste Reisezeit: Mai bis Oktober.

Österreich – Neufelder See
Der Neufelder See im österreichischen Burgenland nahe Wien ist ein ideales Gewässer für Beginner: Mit einem seichten Einstieg, Sichtweiten bis zu 20 und einer maximalen Tiefe von 20 Metern kommen die Tauchschulen der Region zur Ausbildung mit ihren OWD-Schülern hierher. Welse, beachtliche Hechte und die größte Population von Signalkrebsen außerhalb Amerikas könnten Neu-Taucher in Staunen versetzen.
Tipp: Immer auf genügend Abstand zum Grund achten – so wirbelt man kein Sediment auf. Beste Reisezeit: Ganzjahresziel mit besten Sichtweiten im Herbst und Winter.



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