Deutschland im Herbst – die schönsten Reiseziele

Das Wetter im herbstlichen Deutschland ist nicht bei jedem beliebt. Viele flüchten noch einmal in die Sonne. Doch wenn Sie erleben möchten, wie schön diese Jahreszeit in heimischen Gefilden sein kann, gehen Sie auf eine Herbst-Tour in unseren Landen. Es gibt jede Menge wunderschöner Orte zu entdecken: Von raschelndem Herbstlaub in bunten Wäldern über raue Seeluft an deutschen Stränden, Wandern oder Radeln mit Genussfaktor bis zu Shopping und Kultur in der Stadt.

Eifel: Nationalpark
Die vielen Buchen- und Eichenwälder des Nationalparks Eifel tragen im Herbst leuchtende Blätterkleider. In dem Großschutzgebiet, das sich über eine Fläche von 110 Quadratkilometern erstreckt, sind viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu Hause. Sogar großen Mufflonherden kann man hier beim Grasen zuschauen. Rund 240 Kilometer Wanderwege laden Besucher in die Wild-, Wald- und Wasser-Landschaft ein. Aber auch Radfahrer und Reiter kommen im Nationalpark auf ihre Kosten.
Info: www.nationalpark-eifel.de

Mosel: Radfahren und Genießen
Eine wunderschöne Fahrradstrecke ist der 188 Kilometer lange Mosel-Radweg von Koblenz nach Trier. Das ist kein Pappenstiel, auch wenn der Weg immer schön flach längs der Mosel schlingert. Es lohnen Abstecher in die verträumten Winzerdörfer, weg vom Ufer und rauf in den Ort. So zum Beispiel nach Ediger, wo zauberhafte Fachwerkhäuser und blumengeschmückte Gassen einladen, eine Rast einzulegen. Der heitere und südländische Eindruck des Innenhofes eines barocken Winzeranwesens führt zum Springiersbacher Hof, wo auch der Geruch von ofenfrischem Flammkuchen an den Tisch lockt. Dazu einen mineralisch leichten Riesling aus der Steillage aus hauseigenem Anbau – und das Glück ist vollkommen. Rund um den kopfsteingepflasterten Hof entstanden sieben Ferienwohnungen, in denen kraftvolle Farben dem alten Gebälk Paroli bieten.
Info: Auskunft zum Mosel-Radweg, www.mosellandtouristik.de, www.mosel-radweg.de

Wanderempfehlung: Der Wacholderweg & Traumpfädchen Langscheider Wacholderblick
Der „Traumpfad Wacholderweg“ bietet mit rund neun Kilometern ein ideales Einsteiger-Modell für Fans der gemäßigten Fortbewegung. Flotten Schrittes ist er angeblich in drei Stunden zu schaffen. Schöner ist es, sich ein paar Stunden mehr Zeit zu lassen und unterwegs rund um den Wabelsberg den traumhaften Ausblick auf Wacholderheide und bewaldete Eifel-Höhen zu genießen. Übrigens: Das neue, am 10. September eröffnete „Traumpfädchen Langscheider Wacholderblick“, liegt zum Teil auf derselben Strecke.

Startpunkt der Rund-Wanderung ist die „Wabelsberger Wacholderhütte“ (Neuer Weg 16, 56729 Langscheid). Dort wieder angelangt, lockt als Belohnung die deftige Küche der Hüttenbetreiber. Für den nächsten Tag sind dann der „Traumpfad Bergheidenweg“ oder der „Virne-Burgweg“ vorgesehen. Oder ein Ausflug zur Benediktiner-Abtei Maria Laach, die auch sehr sehenswert ist (www.maria-laach.de).
Info: Touristik-Büro Verbandsgemeinde Vordereifel, Kelberger Str. 26, 56727 Mayen, www.vordereifel.de

Sylt: Entspannung auf der Insel
Die Sommergäste sind wieder zu Hause, es wird ruhiger auf der beliebten Insel. Die Strände sind leer und scheinen endlos zu sein, bis zum Horizont, wo Wolken sich jagen. Eine gute Zeit für lange Spaziergänge mit frischem Wind am Meer. Oder für wunderschöne Radtouren, windgeschützt, zum Beispiel an der Wattseite von Keitum nach Kampen mit Einkehr in der „Kupferkanne“ (Stapelhooger Wai). Weitere wunderbare Lokale gibt es überall auf der Insel, für jeden Geldbeutel.

Nationalpark Hainich: Bunter Herbst im UNESCO-Weltkulturerbe
Der Wald in dem Nationalpark im Bundesland Thüringen gleicht einem geheimnisvollen Urwald. Bis zu 25 verschiedene Baumarten wachsen in diesem Naturgebiet. Klar, dass die Farbenpracht hier ganz besonders bunt ausfällt. Der Hainich ist mit einer Ausdehnung von mehr als 15.000 Hektar das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, zentrale Bereiche des Nationalparks wurden 2011 von der UNESCO sogar zum Weltnaturerbe erklärt. Das lange und gut beschilderte Wegenetz lädt zu gemütlichen Spaziergängen oder längeren Wanderungen ein. Besonders lohnenswert ist der Baumkronenpfad an der Thiemsburg. Von hier hat man tolle Aussichten auf das herbstliche Blätterkleid von oben.
Info: www.nationalpark-hainich.de

Naturpark Spessart: Endloser Wald
Knorrige, Jahrhunderte alte Eichen – im Naturpark Spessart findet man sie noch. Er erstreckt sich in den Bundesländern Hessen und Bayern über eine Fläche von insgesamt 2.440 Quadratkilometern. Tiefe Täler, sanfte Hänge und Höhen prägen die Landschaft. Zahlreiche Wanderwege bieten schöne Aussichten auf die Herbstlandschaft und die vielen kulturellen Schätze der Region. Mit ganz viel Glück kann man in den weiten Wäldern sogar Biber, Waschbären, Siebenschläfer oder Luchse beobachten.
Info: www.naturpark-spessart.de

Gartenreich Dessau-Wörlitz: Fürstlich wohnen, wandern und speisen
Im Wallwachhaus hängt am Morgen der Hotelservice den Frühstückskorb an die Haustür aus altem Eichenholz. Das klassizistische Wallwachhäuschen steht vor dem Elbwall am Rand des Wörlitzer Gartenreichs, einem der schönsten Landschaftsparks des alten Deutschland. Der Anhalt-Dessauer Fürst Leopold III. hatte sich das Kleinod bauen lassen.

Ein Herbsttag ist bestens geeignet, um durch das Biosphärenreservat Mittelelbe zu wandern, das unter UNESCO Kulturerbe steht, wie auch das Gartenreich. Es geht über Hängebrücken und mit historischen Fähren über Seen und Kanäle zu den wundersamsten Anordnungen von Architektur und Natur.

Sauerland: Spaziergänge im Land der 1000 Berge
Einfach für ein paar Tage abtauchen, wo einen niemand findet? Das geht, sogar mitten in Deutschland. Das kleine Fachwerk-Dörfchen mit dem Namen Bödefeld im Hochsauerland hat schon zweimal beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewonnen. Der Preis ist wohl verdient. Die klare Luft ist wie gemacht für lange Spaziergänge und diverse gut gekennzeichnete Wandertouren, teils geht es hier bis auf 800 Meter hoch.

Konstanz: Hier ist der Herbst tatsächlich golden
In Konstanz am Bodensee gibt es eine Zeit, in der das Wetter berauschend schön ist. Dies ist meist der Oktober – und diesen kann man wirklich „golden“ nennen. Die Platanen am Seeufer leuchten in allen Farben zwischen Grün, Gelb und Rot, die Luft ist wunderbar klar und warm, der Himmel tiefblau, das Sonnenlicht ist – golden. Von der prachtvollen Seestraße aus sieht man nicht nur den Bodensee in der Sonne glitzern, sondern dahinter auch die bereits schneebedeckten Alpen.

Berlin: Shoppen und schauen
In der Hauptstadt gibt es so vieles zu sehen: politisches, modisches, genussreiches, menschliches und dazwischen noch tausend andere sehenswerte Dinge. In geschützten Ecken kann man noch seinen Kaffee draußen trinken und dem Berliner Publikum zuschauen.

Brandenburg: Radtour von Pritzhagen nach Rheinsberg
Weite Landschaften, verwunschene Dörfer, gemütliche Wirtshäuser, alte Mühlen und zahlreiche Obstbäume – Brandenburg ist ideal zum Radfahren durch den wildschönen Osten bis hoch nach Rheinfeld. Gestartet wird am „Haus Tornow am See“ in Pritzhagen, ein ehemaliges Gutshaus, umgeben von Wald und Pferdekoppeln und einem Bilderbuch-See direkt vor der Tür. Die nächste Etappe ist der Werbellinsee im Biosphärenreservat Schorfheide. Nur wenige Schritte vom kristallklaren See entfernt liegt das „Art House am Werbellinsee“. Das Ferienhaus hat neben hübschen Appartements auch regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen zu bieten. Dann geht es nach Neuroofen zwischen Stechlinsee und Roofensee. Hier liegt das „Ferienhaus am Stechlin“ eine ehemalige Försterei mit großem Garten, gemütlichen Sitzgruppen und Feuerstellen. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum letzten Punkt der Reise, nach Rheinsberg, einem pittoresken Dorf am Rhin. Auf dem Fluss kann man mit dem Kanu (www.bergertours.de) durch wunderschöne Naturschutzgebiete paddeln – vorbei an menschenleeren Wiesen, Wäldern und Auen.
Tipp: Wer es lieber gemütlich angehen lässt und nur zwischen 25 und 45 Kilometer am Tag fahren möchte, kann Teile der Wegstrecke mit dem Zug zurückzulegen.
Info: Übersichtliche Fahrradkarten bietet unter anderem der Ampel Verlag Berlin an. Doch Vorsicht, man muss damit rechnen, dass an manchen Stellen, wo noch Radwege verzeichnet sind, inzwischen die eine oder andere Straße gebaut wurde.

 



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