Den eigenen Hauspark auf den Winter vorbereiten

Nur die Harten bleiben im Garten

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Nach dem Sankt Gallus-Tag (16. Oktober) nichts mehr im Garten bleiben mag – das besagt schon eine alte Bauernregel. Damit der sprichwörtliche weiße Tod der privaten Grünanlage nichts anhaben kann, sollten Menschen mit grünem Daumen spätestens Ende Oktober alle nötigen Vorkehrungen treffen, um den Garten auf den Wintereinbruch vorzubereiten.

Stammesrituale
Um Frostrisse bei Obstbäumen zu vermeiden, sollte man jetzt mit dem Kalkanstrich beginnen oder einen Pappmantel um die Rinde wickeln. Rechtzeitig aufgetragen wird so der Wassergehalt reduziert. Denn wenn die Wintersonne stark strahlt, erwärmt sich der Baumstamm und nachts können sich durch die Kälte Frostrisse bilden. Mit dem Baumzuschnitt darf man sich aber ruhig noch etwas Zeit lassen: Dieser sollte erst im Februar oder März erfolgen, denn dann ist der Wasserfluss eingeschränkt und die Knospen noch nicht ausgetrieben.

Frostschutz für die Flora
Ausgraben, einpflanzen oder verpacken: Zwiebeln sollten rechtzeitig eingegraben werden, um im kommenden Frühjahr wieder blühen und grünen zu können. Kälteempfindliche Knollenpflanzen wie Dahlien müssen jedoch vor dem ersten Frost ausgegraben und an einem kühlen Ort gelagert werden. Empfindliche Pflanzenstauden wie z. B. Rosen sollten zu Beginn der kalten Jahreszeit mit Fichtenreisig, Mulch oder Materialien wie Jute verpackt werden. Balkonpflanzen werden zum Überwintern am besten in den kühlen Keller gestellt.

Ein neuer Haarschnitt für den Garten
Beim Zuschneiden von Bäumen, Sträuchern und Stauen sollte noch das Ende des Laubfalls abgewartet werden (bis ca. Ende November). Dabei werden die unteren Zweige weniger stark zurückgeschnitten als die oberen, so dass die Triebe zur Krone hin spitz zulaufen. Allerdings sollten Hobby-Gärtner darauf achten, nicht bei Frost zu stutzen. Der Grund: Bei Minustemperaturen können Zweige schneller abbrechen und den Baum schädigen. Hecken können schon im September gestutzt werden.

Blätter sind er-laub-t
Laub schützt den Boden im Winter nicht nur vor eisigen Temperaturen, Austrocknung oder Erosion, sondern ist als natürlicher Bodenmulch gleichzeitig Lebensraum für viele kleine und größere Tiere. Wer möchte, kann also in seinem Garten einen Haufen aus Laub und klein geschnittenen Ästen auftürmen und Igeln damit ein Winterquartier schaffen.

Den Hahn zudrehen
Sind alle Pflanzen versorgt, gilt der letzte Blick sämtlichen Wasserleitungen: Brunnen, Gefäße und Schläuche müssen jetzt geleert sein, damit sie bei starkem Frost nicht platzen.

Aufmö(l)beln
Auch die Garnitur kann jetzt im Schuppen verstaut werden. Bleiben Holzmöbel über den Winter jedoch im Freien, sollten sie am besten mit einem speziellen Öl angestrichen werden. So werden sie vor der Witterung geschützt und sind im Frühjahr einfacher nachzupflegen.



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